Heinz Peter Knes: Fotografische Arbeit

27. September 2020 –  28. Februar 2021

Eröffnung: Samstag, 26. September 2020, 14 – 19 Uhr

Fotografische Arbeit präsentiert Recherchen und Arbeiten aus unterschiedlichen Projekten des Künstlers Heinz Peter Knes (*1969, Gemünden am Main) und setzt diese in ein neues Verhältnis zueinander. Die Einzelausstellung umfasst Ausschnitte aus Knes' Fotoarchiv, filmisches Material und Text. An der Wand entfaltet sich der fotografische Prozess: Fotos bilden Cluster, sind aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und generieren durch neue Konstellationen eine Reihe an formalen, sozialen und politischen Erzählungen. Durch den Raum ziehen sich drei Stationen, in denen geschichtliches Material in seine Bedeutungsebenen aufgefächert wird und entlang des Begriffs „Arbeit“ auch im Hinblick auf das politische Handeln gelesen werden können. So verbildlicht Knes Ephemera aus Hannah Arendts Archiv, befasst sich mit den Fotografien aus dem Denkmalensemble des Marx-Engels-Forums in Berlin, in denen von den Kämpfen der Arbeiterklasse erzählt wird und betrachtet Tilman Riemenschneiders Werk zur Zeit des Bauernkrieges. Zum Teil ursprünglich als Buchprojekte angelegt, wird dieses Material erstmals im Ausstellungskontext vertieft.

Welche Indikatoren bestimmen die fotografische Wahrnehmung und wie werden diese interpretiert? Durch die Materialsammlung fokussiert Knes das Produzieren, Zeigen und Lesen von Bildern und ihre Effekte auf das kollektive Bildgedächtnis. Recherche und Prozess werden offengelegt und Fotos aus einer formalen Lesart herausgenommen. Es sind Bilder, die selbst arbeiten und auf der Ebene der Objekte und des Prozesshaften agieren. 

Fotografische Arbeit ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Knes in Deutschland. Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit einem Text von dem Autor Dominikus Müller. 

Kuratiert von Melissa Canbaz

Download Broschüre

Rahmenprogramm
Supplement

Die Ausstellung wird von einem digitalen Handapparat begleitet, in dem thematische Vertiefungen, Dialoge und Denkprozesse sichtbar gemacht werden. Unter dem Titel Supplement werden diese über die gesamte Laufzeit, mit Beiträgen von Künstler*innen und Autor*innen in Form von E-Mail-Aussendungen zugänglich gemacht. Um die E-Mails zu erhalten, können Sie sich hier eintragen. 

Mit Beiträgen von Julie Ault, Moyra Davey, Gürsoy Doğtaş, Óscar Faria, Heike-Karin Föll, Simone Gilges, Tobias Hering und Kristin Loschert u.a.

Supplement #1: Kristin Loschert

Supplement #2: Julie Ault

Supplement #3: Gürsoy Doğtaş

Supplement #4: Simone Gilges

Supplement #5: Heike-Karin Föll

Supplement #6: Moyra Davey

Supplement #7: Tobias Hering

Supplement #8: Óscar Faria


Pressespiegel


Führungen 


Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr
mit Melissa Canbaz 

Mittwoch, 4. November, 18 Uhr
mit Julika Wagner (kuratorische Assistenz) >> fällt aus

Mittwoch, 18. November, 18 Uhr
mit Melissa Canbaz >> fällt aus

*Die Filme in der Ausstellung beginnen immer zur vollen und zur halben Stunde.

Die Ausstellung wird gefördert durch


Heinz A. Bockmeyer Stiftung