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| | | | | Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stehen am Anfang einer spannenden Woche. Am nächsten Wochenende startet mit Coding da Vinci der erste Kulturhackathon in Schleswig-Holstein. Mehr dazu findet sich gleich in diesem Newsletter. Außerdem haben wir wieder einige interessante Angebote für Sie und euch zusammengestellt. Wegen der großen Nachfrage haben wir Martin Zierold gebeten, seinen Zweitagesworkshop noch einmal anzubieten. Anmeldeschluss war am vergangenen Freitag, aber es gibt noch einige wenige freie Plätze und so nehmen wir noch Anmeldungen entgegen. Mit besten Frühlingsgrüßen Berit Johannsen Martin Lätzel
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| | | | | Coding Da Vinci - Kultur-Hackathon startet 2021 in Schleswig-Holstein HackerInnen und Kulturakteure entwickeln neue Zugänge zu kulturellem Erbe des Landes Schleswig-Holstein | | | | | | |
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| | | | | Der Kultur-Hackathon für offene Kulturdaten Coding da Vinci findet vom 24. April bis 11. Juni in Schleswig-Holstein statt. Datensammlungen von Kulturinstitutionen, wie Museen, Bibliotheken und Archiven sind umfangreich, jedoch in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Ziel von Coding da Vinci ist es, Kulturdaten zu nutzen, um damit neue Verbindungen zwischen dem kulturellen Erbe SchleswigHolsteins und der Öffentlichkeit herzustellen und technische Ideen zu entwickeln. Hierfür kommen Technik und Kultur zusammen, um gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln und bestehende Grenzen zwischen der Kultur und der digitalen Welt zu überschreiten. So entstehen digitale Anwendungen wie Apps, Webseiten, VR- und AR-Anwendungen, Datenvisualisierungen und Games, die einen neuartigen Zugang zum Kulturerbe bieten. Über 30 Kulturinstitutionen aus Schleswig-Holstein stellen Daten unter einer offenen Lizenz zur Verfügung. Darunter sind beispielweise die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen, zahlreiche Archive und die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek. Am 24. und 25. April beginnt der Hackathon mit einem Kick-Off Event im Online-Format, bei dem die datengebenden Institutionen ihre Datensets den Teilnehmenden des Hackathons vorstellen. Es bilden sich anschließend Teams aus Teilnehmenden und Kulturinstitutionen, die gemeinsam Ideen entwickeln und entscheiden, welche bereitgestellten Daten sie für ihre Projekte nutzen. Vom 26. April bis 10. Juni folgt die Sprintphase, in der die Teams ihre Projektideen umsetzen und Prototypen entwickeln. Bei der Preisverleihung am 11. Juni, die je nach aktuellem Infektionsgeschehen im Schleswig-Holsteinischen Landtag oder als Online-Format stattfinden wird, präsentieren alle Teams ihre Ergebnisse. Eine Fachjury prämiert die besten Projekte.Die Ergebnisse werden unter einer offenen Lizenz für die weitere Nutzung veröffentlicht. Fast 150 Anwendungen früherer Hackathons in anderen Regionen Deutschlands sind auf www.codingdavinci.de zu finden. Teilnehmen können alle, die sich mit Programmierung, Grafikdesign, Medienproduktion, Kunst, Mediengestaltung oder Spieleentwicklung auskennen und sich für Kultur interessieren. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams sollte ebenso vorhanden sein. Vorkenntnisse sind nicht notwendig und eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Die Teilnahme ist für alle kostenfrei. Die Veranstalter:innen von Coding da Vinci Schleswig-Holstein 2021 sind die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Fachhochschule Kiel, der DigiCultVerbund, IF Game SH, die Kultursphäre.SH, die Landesmuseen Schleswig-Holstein, die Toppoint und das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein. Der Hackathon wird durch Dataport, den Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins und das Chaotikum Lübeck unterstützt und im Programm Kultur Digital von derKulturstiftung des Bundes finanziell gefördert. Twitter: @cdvsh21 #codingdavinci #cdvsh21 | | | | | | |
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| | | | | ZOOM-Café zum Thema hybride Veranstaltungsformate | | | | | | |
| | | | | | Lisa Unterberg | | | | Im Zoomcafé zum Thema hybride Veranstaltungsformate am 5. Mai 2021 von 10.00 bis 11.30 Uhr geben Prof. Dr. Lisa Unterberg und Lukas Bergmann einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen von Veranstaltungen, die virtuelle Formate und Präsenzformate miteinander zu verbinden suchen. Ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen zur Planung und Umsetzung solcher Veranstaltungsformate möchten die ReferentInnen mit den TeilnehmerInnen ins Gespräch kommen, Ideen spinnen und Erfahrungen austauschen. Lisa Unterberg ist Professorin für Soziale Arbeit an der IUBH – Internationalen Hochschule Stuttgart. Bis 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung an der FAU Erlangen-Nürnberg. Lukas Bergmann ist Musiker, Projektmanager und -koordinator an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und berät bei der Entwicklung digitaler Formate. Anmeldungen bitte bis zum 4.Mai 2021 unter: digital@shlb.landsh.de. AmTag der Veranstaltung wird als Anmeldebestätigung der Zugangslink übersandt. | | | | | | | | |
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| | | | | Last Call! Neuauflage des Workshops mit Prof. Dr. Martin Zierold | | | | | | |
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| | | | | Vor der Haustür und doch so fern? Regionalgeschichte in der Schule am 27. April 2021 ab 18:15 - Initiiert und ausgerichtet vom Arbeitskreis „Landesgeschichte und Schule“ der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte | | | | | | |
| | | | | Der Arbeitskreis organisiert im Frühjahr 2021 eine dreiteilige Workshop-Reihe, um die Öffentlichkeit auf sein Anliegen aufmerksam zu machen und um die inhaltlichen Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit zu klären. Der Titel lautet: „Vor der Haustür und doch so fern? Regionalgeschichte in der Schule“. Die Veranstaltung wird online an drei Abenden im Rahmen des ttr-Kolloquiums (Themen und Tendenzen der Regionalgeschichtsforschung) der Abteilung für Regionalgeschichte des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfinden: am 27.04., 18.05. und 08.06, jeweils 18.15 – 19.45 Uhr. Den Schwerpunkt der Auftaktveranstaltung am 27.04.2021 bilden digitale Vermittlungsformen der Regionalgeschichte. Julia Buchholz aus der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek behandelt an diesem Abend in ihrem Vortrag LehrerInnen und SchülerInnen als künftige UserInnengruppe des im Aufbau befindlichen Digitalen Hauses der Landesgeschichte für Schleswig-Holstein. Das Programm im Einzelnen: 27.04.2021 Begrüßung und Einführung: Dr. Thomas Hill (Berufsbildungszentrum Schleswig): Vortrag: Prof. Dr. Oliver Auge (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel): „Warum Regionalgeschichte im Lehramtsstudium Sinn macht!“ Best Practices-Beispiele (Schwerpunkt zu digitalen Vermittlungsformen der Regionalgeschichte): - Karen Bruhn (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Thomas Tschirner (Immanuel-Kant-Schule Neumünster, KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch): "`Gedenkstätte to go?` - Zur Konzeption und Erstellung eines offenen Onlinekurses für die schleswig-holsteinische Gedenkstättenlandschaft“ - Dr. Martin Göllnitz (Phillipps-Universität Marburg): „Youtube schreibt (Regional-)Geschichte“ - Julia Buchholz (Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek): „Lernende und Lehrende als User - Didaktisch-konzeptionelle Erwägungen in der Aufbauphase eines digitalen Hauses der Landesgeschichte für Schleswig-Holstein“ Anmeldung: Wenn Sie an unserer Workshop-Reihe teilnehmen möchten, melden sie sich bitte per Mail bis zum 20. April 2021 unter hit@bbzsl.de (Dr. Thomas Hill) an. Wir übersenden Ihnen dann den Link zur Zoomkonferenz und ein Passwort. Alle Veranstaltungen der Workshop-Reihe können Sie auch über den YouTube-Kanal der Abteilung für Regionalgeschichte des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verfolgen. | | | | | | |
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| | | | | Sonja Grund neue Dezernentin für den Bibliotheksbereich | | | | | | |
| | | | | Dr. Sonja Grund | | | | | Seit dem 1. Dezember 2020 bereichert Sonja Grund unser Team und hat die Leitung des Dezernats Landesbibliothek in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek übernommen. In dieser Funktion sorgt sie für die Konzeption und Weiterentwicklung der bibliothekarischen Aufgaben. Nach einem Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Italienischen Philologie in Bonn, Pisa und Berlin und einem Referendariat für den Höheren Bibliotheksdienst an der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Bibliotheksschule in München hat sie zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz - Max-Planck-Institut gearbeitet und war dort für die Sacherschließung und Informationskompetenz zuständig. Im Anschluss hat sie über zehn Jahre lang die Bibliothek des Wissenschaftskollegs zu Berlin - Institute for Advanced Study geleitet. Herzlich willkommen bei uns an Bord! | | | | | | | | |
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| | | | | Julia hört: Unser Podcast-Tipp | | | | | | |
| | | | | Keine leichte Kost, aber lohnendes Lehrstück – Saal 101: Das Dokumentationshörspiel zum NSU Prozess Zwischen Mai 2013 und Juni 2018 wurde am Münchner Oberlandesgericht das bislang größte Verfahren gegen Rechtsterrorismus in Deutschland verhandelt: Zwei Bombenanschläge, 15 Raubüberfälle und zehn Morde gehen – nach heutigem Kenntnisstand – auf das Konto des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). In Saal A101, der dem Dokumentationshörspiel seinen Namen gab – wurde sich fünf Jahre lang um Aufklärung bemüht und gleichzeitig Geschichte geschrieben, die nun in einer Koproduktion von ARD und Bayerischem Rundfunk vertont worden ist. In 438 Verhandlungstagen fertigten ARD-GerichtsreporterInnen mehr als 6000 Seiten Mitschriften an, die ursprünglich der aktuellen medialen Berichterstattung dienen sollten. Doch bereits während des Prozesses wurde deutlich, welche gesellschaftspolitische Bedeutung diese Dokumente, verteilt auf 1000 Aktenordner im BR-Schallarchiv, eigentlich besitzen: Eine audiovisuelle oder schriftliche Dokumentation von Strafprozessen, ist in der Bundesrepublik nämlich nicht üblich. Zeugenaussagen, Einwände von Anwälten oder Verteidigungsstrategien der Angeklagten werden in aller Regel nicht protokolliert. Auch nicht im größten Rechtsterrorprozess der deutschen Geschichte. Dabei haben die Aufzeichnungen - wie in dem zwölfstündigen (!!!) Doku-Hörspiel unzweifelhaft belegt wird – neben einer journalistischen bzw. juristischen Dimension, auch das Potential zum historisch-politischen Lehrstück. In jeder, ca. 30minütigen Episode, nimmt sich der Regisseur Ulrich Lampen eines anderen Themas an: Von der Sozialisation der Haupttäter, über deren Radikalisierung in der jungen BRD, die rechte Unterstützerszene, die Rolle des Verfassungsschutzes, bis zu hin Ermittlungspannen und dem Wunsch nach Aufklärung seitens der Opferangehörigen. Dieses Format wird und hochkarätigen Sprechern getragen, unter ihnen Martina Gedeck, Bibiana Beglau oder Florian Fischer. Wer aber spannend aufbereiteten Hörgenuss erwartet, wie er z.B. in sehr erfolgreichen True Crime Formaten dargereicht wird, irrt. Es wird richtig unangenehm: Fassungslosigkeit, Erschütterung, Unverständnis, Wut werden jede HörerIn in den jeweils halbstündigen Episoden begleiten. Nicht einmal die abschließende Bewertung des NSU-Komplexes wird der HörerIn abgenommen – ein besonderer Vorzug des Formats bestehe sogar darin, so die taz, dass es dem Hörspiel gelingt, „die Reflexionsarbeit an die Hörerin abzugeben, indem es die Zeitgenossin ganz ohne emotionalen Verstärker zur engagierten Prozessbeobachterin macht. Das ist eine große Leistung.“ Nun könnte man angesichts der z.T. grausamen, ja widerlichen Schilderungen, der Falschaussagen und dem üblen, aber zur Auseinandersetzung auffordernden Thema, empfehlen, die 24 Episoden gut dosiert und mit ausreichend Abstand zu konsumieren. Um klar zu kommen. Dies aber wird nach dem Hören von „Saal 101“ ohnehin nicht schnell gelingen. Gut so! | | | | | | | | |
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