| Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde! Wieder geht ein ungewöhnliches Jahr zu Ende. Obwohl wir mit einigen Widrigkeiten zu tun hatten, haben wir doch eine Menge geschafft und können stolz darauf zurückblicken. Wir hoffe, dass wir auch Euch und Ihnen ein gutes Programm, eine gute Unterstützung und gute Impulse bieten konnten. Wir sind froh über unser großes und gutes Netzwerk und hoffen, dass wir únsere Kontakte auch im nächsten Jahr ausbauen können. Was gab es in dieser Jahr alles in und aus der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek: Ein erster Coup, der uns in diesem Jahr gelungen ist, war die Übernahme des Vorlasses von Feridun Zaimoglu, der Wert darauf legte, dass seine Manuskripte und weitere Materialien in der „Heimat“ archiviert werden. Die SHLB ist nun zu dieser Heimat für das Material des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Künstlers geworden und steht für die Forschung zur Verfügung. Seit über fünf Jahren veranstaltet die DNB gemeinsam mit dem Bund den Kulturhackathon Coding das Vinci. In diesem Jahr war Schleswig-Holstein „dran“. Wir haben – virtuell und analog – eine erfolgreiche Veranstaltung durchgeführt mit interessanten Projekten. Diese können auf der Website von Coding da Vinci nachgesehen werden. Wir dürfen schon versprechen, dass es im nächsten Jahr ein interessantes Projekt in Folge des Hackathons geben wird. Wir haben mehrere Onlineveranstaltungen durchgeführt (unter anderem mit dem bekannten Risikoforscher Gerd Gigerenzer) zum Themenkomplex Digitalisierung und Kultur. Auch unser Förderprogramm wurde erweitert. In den nächsten drei Jahren erhalten Kultureinrichtungen im Land weitere Digitalisierungsförderungen. Es ist uns gelungen, durch die Deutsche digitale Bibliothek eine Förderung im Rahmen des Programms „Zielgerichtete Digitalisierungsförderung bis Kultureinrichtungen aus dem Netzwerk der Deutschen Digitalen Bibliothek“ zu bekommen. Digitalisiert wurden die Skizzenbücher von den bekannten schleswig-holsteinischen Künstlern Adolf Burmester (1823-1909), seines Sohnes Georg Burmester (1864-1936) sowie Ernst Wolperding (1815-1888). Der überwiegende Teil dieses Bestandes befindet sich seit über 100 Jahren und der Öffentlichkeit bisher weitgehend verborgen in der Landesgeschichtlichen Sammlung. Er umfasst ca. 2000 Einzelskizzen, die auf insgesamt 74 Bücher und Kladden unterschiedlichen Formats verteilt sind. Da Bild zum Newsletter ist eine Kiler Stadtansicht von Adolf Burmester. Auf Grundlage des Digitalen Atlas Nord konnten wir ein eigens ein ansehnliches Portal für unsere Ortschroniken mit umfangreichen Recherchemöglichkeiten einrichten. Wir haben den Relaunch unserer Bibliographie durchgeführt, das neue Portal ist jetzt online und wir laden zur Nutzung ein. Noch dazu haben wir die gedruckten Bände digitalisieren und online stellen können. Die Themenräume sind gekommen, um zu bleiben – gemeinsam mit der Büchereizentrale haben wir das Projekt Themenräume auf den Weg bringen können. Ein Ergebnis ist bei uns im Lesesaal noch zu bestaunen und wartet auf neue Themen und neue Medien. Die SHLB brachte gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Trier Center for Digital Humanities und dem Sozialwissenschaftlichen Archiv der Universität Konstanz eine digitale Edition der wissenschaftlichen Briefe des Soziologen Ferdinand Tönnies (1855–1936) auf den Weg. Neben diesen „großen“ Punkten gab es viele kleinere Aktionen und umgesetzte Ideen. Wir bedanken uns auch bei Euch und Ihnen für die konstruktive Begleitung, für Anfragen und Gespräche und freuen uns auf das neue Jahr und ebenso gute Begegnungen. Wir wünschen ruhige Feiertage und einen guten Start in das Jahr 2022. Ihre Martin Lätzel Berit Johannsen |