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Seit dem Frühjahr 2025 machen wir im Rahmen von "Museum unterwegs" mit Aktionen rund um die Ausstellung "Wie geht's?" in Löbau Station. (Foto: Roxana Wegener)

Liebe Freund:innen des Deutschen Hygiene-Museums,

Sie sind noch auf der Suche nach schönen Ideen für einen sommerlichen Kurztrip? Wir hätten da was für Sie:

Am 13. und 14. Juni findet im Rahmen unseres Projekts Museum unterwegs in Löbau ein ganzes Wochenende zum Wohlfühlen statt.
Unter dem Motto Löbau - Wie geht's? verwandelt sich die ganze Innenstadt in eine Wohlfühlmeile für alle Sinne:

Spielkinder (auch die älteren unter Ihnen) können würfeln, basteln und ausprobieren, was das Herz begehrt – begleitet von kleinen kulinarischen Pausen mit Snacks, Kuchen und alkoholfreien Drinks. Dazu gibt es Musik, Mitsing-Aktionen, Live-Zeichnungen und weitere künstlerische Überraschungen. Wer höher hinaus will, kann außerdem eine beeindruckende Aussicht über die Stadt von der Kirche St. Nikolai aus genießen. Höhepunkt ist eine 48-Stunden-Kunstaktion im Stadtraum mit abschließendem Finale.

Und sollte dieser Ausflugstipp etwas für Sie sein, outen Sie sich gern als Touri und packen Sie Flip-Flops, Hawaii-Hemd und Strohut ins Gepäck. Wir rufen die Löbauer Stadtwette aus und wetten, dass wir es schaffen, zum großen Finale 100 Leute im typischen Urlaubsoutfit zu begrüßen! 

Was Sie begleitend zur Ausstellung Wie geht's? in den nächsten Tagen bei uns im Museum erwartet, erfahren Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch – ganz gleich ob in Dresden oder in Löbau!

Ihr DHMD-Team

Aktuell im "Wie geht's?"-Begleitprogramm

Di 2. Juni, 19:00 Uhr
Body positiv? Gespräch über Körperwahrnehmung und mentale Gesundheit

Eintritt: 5 € / erm. 3 €

Mit:
Annekatrin Locke, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Stephanie Teubert, Psychologin, Spezialstation Essstörungen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Universitätsklinikum Dresden
Prof. Dr. Esther Pürgstaller, Sportdidaktikerin, Universität Potsdam

Der eigene Körper verändert sich in Kindheit und Jugend spürbar – und damit auch die Körperwahrnehmung. Das Unwohlsein im eigenen Körper und ein gestörtes Selbstbild können schwere mentale Belastungen mit sich bringen.

Drei Expertinnen diskutieren: Wie hängen körperliche Entwicklungen und mentale Gesundheit in Kindheit und Jugend zusammen? Welche Rolle spielen verbreitete Schönheitsnormen? Wie können junge Menschen eine stabile, positive Beziehung zu ihrem Körper entwickeln? Welche Rolle spielt das Geschlecht für die eigene Körperwahrnehmung?

Im Rahmen der Reihe Likes, Levels, Leistungsdruck - Eine Veranstaltungsreihe über die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

TICKETS & INFOS

 

Mi 3. Juni, 19:00 Uhr
Leon Engler & Benjamin Maack: Leben und Schreiben mit der eigenen Psyche

Eintritt: 9 € / erm. 7 €

Als Benjamin Maack im Frühjahr 2025 wieder eine depressive Episode erlebt, führt er auf Instagram ein Tagebuch. Er tippt es in sein Telefon, auf dem Sofa, in Wartezimmern von Ärztinnen und Ärzten, bevor er seine Kinder von der Schule abholt. In Bewerbungen um einen Job als Mensch. Ein Depressionstagebuch (Suhrkamp, 2026) reflektiert er schreibend seine Gedanken und Gefühle und erzählt, wie verwirrend und schwer es ist, mit einer Depression zu leben und zu lieben, und wie es trotzdem gelingen kann.

Schreibend der Psyche nähert sich auch Leon Engler in seinem Debütroman Botanik des Wahnsinns (Dumont, 2025). Hierfür blickt der Erzähler auf die Biografie seiner Familie: die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: die frühe Angst, verrückt zu werden und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe.

TICKETS & INFOS

 

Di 9. Juni, 19:00 Uhr
Mental Load. Wer kümmert sich… um den Familienalltag?

Eintritt: 5 € / erm. 3 €

Mit:
Katharina Radecker, Organisations- und Prozessberaterin, Psychologische Beraterin und Mediatorin
Sascha Verlan, Literaturwissenschaftler, Journalist und Autor von Equal Care – Über Fürsorge und Gesellschaft (Verbrecher Verlag 2020) sowie Mitinitiator des „Equal Care Days“
Moderation: Kristin Heinig, Deutsches Hygiene-Museum 

Der Familienalltag steckt voller Aufgaben, die es zu organisieren gilt. Diese bringen nicht selten auch eine mentale Be- und sogar Überlastung der Sorgenden mit sich. „Mental Load“ meint dann die psychische Last, die durch das andauernde Organisieren von Alltagsaufgaben entsteht – insbesondere bei Mehrfachbelastung durch Arbeit, Familie und Haushalt.

Oft sind es Frauen und Mütter, die „an alles denken müssen“, damit der Familienalltag funktioniert. Sie fühlen sich gestresst und überlastet. Ein hoher Dauerstress hat auch gesundheitliche Folgen, von Schlafproblemen über Migräne bis hin zu Burnout. Wir fragen: Welche Folgen hat eine mentale Dauerbelastung für Eltern? (Warum) Sind Mütter davon häufiger betroffen? Wie lässt sich die mentale Sorgearbeit reduzieren? Wie kann die mentale Gesundheit von Eltern gestärkt werden, damit ein gleichberechtigter Familienalltag gelingt?

Im Rahmen der Reihe Who cares?! Eine Gesprächsreihe über die, die sich kümmern

TICKETS & INFOS

Außerdem im Programm

Mi 10. Juni, 19:00 Uhr
Labor oder Lebensmittel? Die Wahrheit über Fleischersatz

Eintritt: 5 € / erm. 3 €

Fleischalternativen boomen – und gleichzeitig wachsen die Zweifel: Ist das noch „natürlich“? Was macht die Textur so fleischähnlich? Und welche Rolle spielt dabei eigentlich Chemie? Für die einen ist Fleischersatz eine gesunde und nachhaltige Alternative zu Fleischprodukten, für andere ein fragwürdiges hochverarbeitetes Produkt und Verbrauchertäuschung.

Die Lebensmitteltechnikerin Prof. Dr. Anja Maria Wagemans (Technische Universität Dresden) gibt Einblicke in die Prozesse hinter modernen pflanzlichen Produkten und erklärt anschaulich, wie Struktur, Verarbeitung und physikalische Eigenschaften unseren Textureindruck prägen.

Der Vortrag und die anschließende Podiumsdiskussion mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis laden dazu ein, Lebensmitteltechnik als Werkzeug für Qualität, Sicherheit und Genuss neu zu betrachten.

In Kooperation mit DRESDEN-concept, dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden & dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) im Rahmen der djR Summer School 2026 „Sustainable Materials in Rheology“

TICKETS & INFOS

Und zu guter Letzt...

Foto: Isabel Noack

Freiheit. Eine unvollendete Geschichte – nur noch bis Sonntag im DHMD!

Nutzen Sie die letzte Gelegenheit und besuchen Sie unsere Ausstellung Freiheit. Eine unvollendete Geschichte, die nur noch bis Sonntag, 31. Mai, zu sehen ist.

Einen kleinen Einblick in die Ausstellung gibt dieser kurze Film! 

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