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1. Kulturelle und soziale Teilhabe für Demenz-Erkrankte stärken: Bundesinitiative „Musik und Demenz“ wird gegründet
2. Strategiekommission diskutiert über Zukunftsthemen und Musikalische Bildung
3. Bundesjazzorchester & NJJO: „Two Nations Under One Groove"
4. Bundesjugendchor: Vorsingen vom 04. bis 06. November 2022 in Leipzig und Stuttgart
Impressum
 
 
1. Kulturelle und soziale Teilhabe für Demenz-Erkrankte stärken: Bundesinitiative „Musik und Demenz“ wird gegründet
 
 
 

Der Deutsche Musikrat (DMR), die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG) und die Deutsche Gesellschaft für Musikgeragogik (DGfMG) bringen gemeinsam die Bundesinitiative „Musik und Demenz“ auf den Weg. Ziel der Initiative ist es, in ganz Deutschland bedarfsgerechte musiktherapeutische, musikgeragogische und musikalisch-künstlerische Angebote für Menschen mit demenziellen Veränderungen nachhaltig sicherzustellen.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Auswirkungen demenzieller Erkrankungen, für den Einzelnen wie für unsere Gesellschaft, erfordern mehr Engagement der Gesundheits- Forschungs- und Sozialpolitik. Der kontinuierliche Anstieg von Demenz-Erkrankten ist ein Weckruf für die politischen Akteure auf allen föderalen Ebenen. Musikalische Angebote sind ein wesentlicher Baustein, um von Demenz Betroffene in ihrer Lebenssituation zu stabilisieren und zu stärken. Denn Musik weckt Erinnerungen, erschließt lebenspraktische und kommunikative Kompetenzen und trägt bei zur Lebensfreude. Unsere Gesellschaft darf die Betroffenen und ihre Familien nicht mit ihrem Schicksal allein lassen.“

Hierzu Prof. Dr. Lutz Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft: „Musiktherapie ist vor allem da hilfreich, wo Worte und Gespräche nicht mehr möglich sind. Neurologische Untersuchungen belegen seit langem, dass ‚Musik bleibt‘. Die Forschung zeigt uns, dass qualifizierte musiktherapeutische Angebote die Lebensqualität steigern sowie unruhiges und ängstliches Verhalten verbessern können. Das erleben Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten täglich in ihrer Arbeit. Gerade weil die Einsamkeit durch das Fehlen von kommunikativen Angeboten aufgrund der Pandemie zugenommen hat, braucht es dringend musikorientierte Interventionen und Initiativen. Die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft freut sich deshalb sehr, dass es gelungen ist, diese bundesweite Initiative ins Leben zu rufen.“

Hierzu Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik: „Musikgeragogik setzt sich dafür ein, dass Menschen auch im Alter die Möglichkeit behalten, in den von ihnen gewünschten Kontexten und auf dem ihnen möglichen Niveau zu musizieren und sich musikalisch weiterzubilden. Das betrifft alle Lebensspannen und alle Lebenslagen des Alters, auch angesichts von Einschränkungen wie demenziellen Erkrankungen. Es gilt somit, geeignete methodisch-didaktische Settings zu entwickeln und passende Angebote zu machen, um Menschen mit Demenz diese Teilhabe an der Musik und am Musizieren zu sichern. Dazu bedarf es der tatkräftigen Unterstützung aller entscheidenden kultur-, gesundheits- und sozialpolitischen Instanzen.“

Zur Umsetzung der Ziele der Bundesinitiative soll u. a. ein Fonds „Musik und Demenz“ eingerichtet werden, der für diesen Zweck bestimmte Mittel sammelt und für geeignete Projekte und Strukturen zur Verfügung stellt. Grundlage für das gemeinsame Engagement ist ein Letter of Intent, mit dem sich die beteiligten drei Institutionen dazu bekennen, den Aufbau geeigneter Strukturen zu befördern und insbesondere die Einrichtung des bundesweiten Fonds „Musik und Demenz“ aktiv zu unterstützen.

Die Entwicklung der Bundesinitiative „Musik und Demenz“ wurde maßgeblich durch den Landesmusikrat Hamburg vorangetrieben. Dieser hat in Aufnahme entsprechender Impulse der von ihm veranstalteten bundesweiten Fachtagung „Musik und Demenz“ im September 2019 ein mit Expertinnen und Experten der Bundesverbände besetztes Team mit der Erarbeitung eines Konzeptes betraut. Der Landesmusikrat Hamburg wird die Arbeit der Initiative auch zukünftig durch solche Fachtagungen flankieren. Die nächste Fachtagung findet unter dem Motto „Resonanz und Begegnung | Musik zeigt Wirkung bei Demenz“ am 16. und 17. September 2022 in Hamburg statt. In diesem Rahmen wird die Bundesinitiative offiziell gegründet.

 
 
 
 
© Kzenon/ Shutterstock
 
 
 
 
2. Strategiekommission diskutiert über Zukunftsthemen und Musikalische Bildung
 
 
 

In der vergangenen Woche hatte die Strategiekommission unter Leitung von Generalsekretär Prof. Christian  Höppner ihre erste Sitzung nach der Sommerpause. Die Diskussionen wurden mit besonderem Blick auf die kommende Präsidiumssitzung und Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates geführt. Ein Schwerpunkt war das Konzept für eine Tagung zum Thema „Musik und Künstliche Intelligenz“, die für Herbst 2023 geplant ist und schon jetzt für einen intensiven Ideen-Austausch sorgt. Darüber hinaus haben sich die Mitglieder der Strategiekommission über neue Impulse zu einem Kernanliegen des Musikrates verständigt: der Musikalischen Bildung. Außerdem wurde eine Beschlussvorlage zu den Mitgliedsbeiträgen erarbeitet.

 
 
 
 
© Sonali Chakravarty/ Shutterstock
 
 
 
 
3. Bundesjazzorchester & NJJO: „Two Nations Under One Groove"
 
 
 

Zwei herausragende Jugendjazzorchester gemeinsam auf der Bühne: Das Bundesjazzorchester (BuJazzO) aus Deutschland und das Nationaal Jeugd Jazz Orkest (NJJO) aus den Niederlanden präsentieren ihr Gemeinschaftsprojekt „Two Nations Under One Groove". Rund 60 junge Musiker*innen beider Länder treffen sich vom 12. bis 15. September zu gemeinsamen Proben in der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen in Heek. Das musikalische Programm wird von den beiden künstlerischen Leitern Maarten Hogenhuis (NL) und Niels Klein speziell für dieses Treffen zusammengestellt: Beide bringen eine Auswahl an Stücken mit, die für ihre Arbeit im jeweiligen Land charakteristisch sind. So haben alle Musiker*innen die Chance, sich mit unterschiedlichen Arbeitsweisen und Stilistiken der zwei beteiligten nationalen Jazzorchester vertraut zu machen. Die jungen Musiker*innen werden sich sowohl in ihrer Stammbesetzung als auch in zwei neu gemischten Bigbands präsentieren und gezielt an Sound und Ausdruck der spezifischen Besetzung arbeiten. Nach der gemeinsamen Probenzeit finden Konzerte in Heek (15.9.22 Landesmusikakademie), Köln (16.9.22 Stadtgarten) und Rotterdam (17.9.22 LantarenVenster) statt.

Die enge Zusammenarbeit der beiden Länder ermöglicht den jungen Musizierenden, ihr kreatives Netzwerk über nationale Grenzen hinweg auszubauen – dies ist nicht nur wertvoll für ihre eigene professionelle Karriere, sondern auch den kulturellen Austausch innerhalb Europas. Diesen voranzutreiben, und den jungen Jazz in Europa zu stärken, sind Ziele des Gemeinschaftsprojekts, das u. a. durch Mittel des Goethe-Instituts finanziert wird. Mehr Infos zu den Konzerten und zum Ticketverkauf finden Sie hier.

 
 
 
 
© Arjen Jan Stada
 
 
 
 
4. Bundesjugendchor: Vorsingen vom 04. bis 06. November 2022 in Leipzig und Stuttgart
 
 
 

Im nächsten Jahr stehen für den Bundesjugendchor spannende Projekte an. Er wird sich auf die Spuren Johann Sebastian Bachs begeben. Außerdem werden die jungen Sängerinnen und Sänger in einem Kooperationsprojekt mit dem SWR Vokalensemble Seite an Seite mit den Profis arbeiten: Auf dem Programm steht „Les Noces“ von Igor Strawinsky unter der Leitung von Yuval Weinberg und Anne Kohler.

Vom 04. bis 06. November 2022 haben Sängerinnen und Sänger aller Stimmgruppen in Leipzig und Stuttgart die Gelegenheit, für die Teilnahme am Bundesjugendchor vorzusingen. Der Chor steht jungen Sängerinnen und Sängern im Alter von 18 bis 26 Jahren offen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben oder als deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Ausland leben. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 25. September 2022. Aufgrund des musikalischen Werdegangs und anhand von zwei einzureichenden Audio- oder Videodateien wird entschieden, ob die Einladung zum Vorsingen erfolgt. Das Vorsingen dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten. Es besteht aus einem Vortragsstück – Arie oder Kunstlied – nach eigener Wahl, Vom-Blatt-Singen, Stimmübungen und Singen im Ensemble. Weitere Informationen zum Vorsingen finden Sie hier.

 
 
 
 
© Michał Mazurkiewicz
 
 
 
 
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