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EVENTS & KULTUR erscheint einmal monatlich mit Kulturnews und aktuellen Infos aus den Genres Musik, Bildende Kunst, Fotografie, Film, Kulturgeschichte, Theater, Musiktheater, Tanz, Literatur sowie Design und interkulturelle Bildung. Wir arbeiten in den Bereichen Pressearbeit, Marketing, Konzepte und Projektmanagement, Redaktion und Content. Wir bieten Presse- & Bildmaterial für Journalistinnen und Journalisten.

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Da ist ganz schön viel Musik drin, im Sommer und besonders im August. Mit Young Euro Classic startet der musikalische Reigen im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Das Festival präsentiert erneut die besten Jugendorchester der Welt, zahlreiche Erstaufführungen, große Orchester und Musik, die Mut macht. Sieben Stücke zwischen Wald und Wiese sind dann in Hangelsberg bei Berlin zu erleben. Mit "Shared Landscapes" wird die Landschaft zum Theater und die Natur zum Klang. Performances, Installationen und Choreographien erweitern unter freiem Himmel unsere Seh- und Hörgewohnheiten. Es folgt mit dem Lausitz Festival bundeslandübergreifend in der Ober- und Niederlausitz ein weiterer Höhepunkt im Kultursommer. Geboten werden herausragende Künstler:innen aus aller Welt, Musiktheater, Tanztheater, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen in einer heterogenen Region zwischen Cottbus bis Görlitz. Das AlliiertenMuseum in Berlin zeigt weiterhin Aufnahmen des Reportagefotografen Park Jongwoo aus dem koreanischen Grenzgebiet, das Fridericianum in Kassel die sehenswerte Einzelausstellung mit Werken von Tauba Auerbach, und das Schloss Charlottenburg nimmt Biografien und Sammlungen in den Fokus, die die bisher wenig beachtete Komplexität der kolonialen Geschichte Brandenburgs und Preußens zum Thema hat. Wir wünschen Erkenntnisse, Erlebnisse und viel Vergnügen im Museum, im Konzerthaus, in der Landschaft und überall, wo der Sommer ist!

 
 
 
 
Young Euro Classic 2023
Shared Landscapes
Lausitz Festival
DMZ - Die letzte Grenze des Kalten Krieges
Pedro Barateiro
Schlösser. Preußen. Kolonial.
Tauba Auerbach: TIDE
VOICE:over – STIMME ERLEBEN
Literatur aus den Niederlanden und Flandern
Weitere Kulturnachrichten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Young Euro Classic 2023
 
 
 
 
Young Euro Classic (c) MUTESOUVENIR / Kai Bienert
 
 
 
 

Zum 24. Mal prägt Young Euro Classic in diesem August den musikalischen Sommer in Berlin.

Nach einem transkontinentalen Auftakt mit großartigen Orchestern aus Asien, Kuba, den USA und Deutschland, dem Auftritte hervorragender europäischer Ensembles folgen, bietet das Festival der besten Jugendorchester der Welt einen besonderen Höhepunkt: Zu einem Festival im Festival „Courage in Concert“ kommen junge Musiker:innen aus der Ukraine und drei „Nachbarländer des Krieges“ (Estland, Georgien und Usbekistan) nach Berlin. Der Name ist Programm: Musik macht Mut.

Eröffnet wird das Festival am 04.08. vom Asian Youth Orchestra, gefolgt vom Bundesjugendorchester mit den besten Jugendlichen aus ganz Deutschland. Unter der Leitung von Weltklasse-Trompeter Sean Jones kommt das NYO Jazz am 06.08. zu seinem zweiten Auftritt zu Young Euro Classic. Und auch das Orquesta del Lyceum de La Habana mit der Hornistin Sarah Willis tritt erneut beim Festival auf. Mit sieben Ur- und Deutschen Erstaufführungen steht eine Vielzahl innovativer Werke für den mit 5.000 Euro dotierten Europäischen Kompositionspreis zur Wahl. Das abendliche Abschlusskonzert am 27.08. bestreitet dann das erstklassige Orchestre Français des Jeunes.

Mit dem NEXT GENERATION Programm werden Kinder und Jugendliche bei Mitmachangeboten und Workshops ermutigt, spielerisch Musik zu entdecken: dieses Jahr am 13.08. beim Young Euro Classic Kindertag.

Young Euro Classic findet in enger Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin statt.

Hier spielt die Zukunft!
Young Euro Classic. Festival der besten Jugendorchester der Welt
04. - 27.08.2023 im Konzerthaus Berlin

Tickets für 33 / 26 / 15 Euro
Festivalpass „Courage in Concert“ für 92 / 72 / 42 Euro
Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline (030 – 8410 8909, erreichbar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

 
 
 
 
Medienseite Young Euro Classic
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Shared Landscapes
 
 
 
 
Rimini Protokoll und Théâtre Vidy-Lausanne, Shared Landscapes in Lausanne © Chloé Cohen
 
 
 
 

Die Berliner Festspiele präsentieren mit „Shared Landscapes“ eine außergewöhnliche Inszenierung in der Natur.

Kuratorin Caroline Barneaud und Regisseur Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) laden das Publikum ein, das Theater zu verlassen und sich ins grüne Umland Berlins zu begeben. An acht Terminen imaginieren künstlerische Interventionen, Kompositionen, Choreografien und Theater ein neues Verhältnis von Mensch und Natur – fernab der gewohnten Perspektiven.

Europäische Künstler*innen, Institutionen der performativen Künste, lokale Musiker*innen und Performer*innen sowie Expert*innen sind für das Projekt „Shared Landscapes“ zusammengekommen. Das Publikum ist zu einem ganztägigen kollektiven Spaziergang im brandenburgischen Hangelsberg eingeladen, die Regionalbahn hält direkt am Treffpunkt, Lunchpakete sind auf Vorbestellung vor Ort erhältlich.

Sieben international konzipierte und für das Umland von Berlin ortsspezifisch adaptierte Inszenierungen setzen sich mit Vorstellungen von Landschaft auseinander und befragen das Verhältnis von Mensch und Natur, so etwa deren gegenseitige Abhängigkeit in einer von Klimakrise, Entfremdung und Ausbeutung von Rohstoffen geprägten Zeit.

Konzept und Kuration: Caroline Barneaud / Stefan Kaegi (Rimini Protokoll)
Mit Inszenierungen von: Chiara Bersani und Marco D’Agostin (Italien), El Conde de Torrefiel (Spanien), Sofia Dias und Vítor Roriz (Portugal), Begüm Erciyas und Daniel Kötter (Türkei, Belgien, Deutschland), Stefan Kaegi (Deutschland, Schweiz), Ari Benjamin Meyers (USA, Deutschland) sowie Émilie Rousset (Frankreich)
Besetzung Hangelsberg/Berlin: Ensemble Apparat und Gäste, Fernanda Farah, Christian Hohm, Michaela Koschak, Emil Leyerle, Magali Tosato, Dr. Mai Wegener u. v. m.

Presse-Preview: 15.08.23, 16 Uhr

Shared Landscapes
Sieben Stücke zwischen Wald und Wiese

19.8. - 10.9.2023, jeweils samstags und sonntags
Beginn: 13:00 Uhr, Dauer: 7 h, mit Pausen
Station: Hangelsberg Bahnhof
Adresse: Waldschule Hangelsberg, Heidegarten 1, 15537 Grünheide (Mark)
Tickets: 30 € / ermäßigt 15 €

 
 
 
 
Medienseite Shared Landscapes
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lausitz Festival
 
 
 
 
Ehemaliger Flugplatz Cottbus, Hangar 1, Cottbus/Chóśebuz / Niederlausitz, Haggai Cohen-Milo improvisiert im Rahmen einer Pressevorbesichtigung, Foto: Nikolai Schmidt
 
 
 
 

In der heterogenen Landschaft der Lausitz, die sich von Brandenburg über Sachsen bis ins polnische Grenzland erstreckt, lädt das Lausitz Festival im Spätsommer zu Konzerten von Klassik bis Jazz, Tanz, Theater, literarischen Matineen, philosophischen Gesprächen, Liederabenden und Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst.

Die Spielstätten spiegeln dabei die wechselvolle Geschichte der Lausitz wider – neben architektonisch beeindruckenden Theaterhäusern werden Schloss- und Parkanlagen, Filmtheater, Industriedenkmäler und Kirchen zur Bühne für internationale Kunsterlebnisse.

Das performative Ereignis ist ein Zusammenspiel von herausragenden Künstler:innen aus aller Welt, die sich an außergewöhnlichen Orten der Region mit dem Publikum von Nah und Fern in Beziehung setzen. Als Grenzregion in der geografischen Mitte Europas gelegen repräsentiert die Lausitz eine Tradition von Veränderung, Flexibilität und Wandel.

Luk Perceval inszeniert in einem Flugzeughangar, Stefan Pucher in einer alten Glasfabrik, Michel Camilo bringt Latin Jazz in eine ehemalige Brikettfabrik, Geigenvirtuose Maxim Vengerov spielt in einer Dorfkirche und Martha Argerich musiziert zusammen mit Stéphane Degout in der Brüdergemeine Herrnhut. Außerdem verhandeln zahlreiche Lesungen, u.a. mit Schauspielerin Claudia Michelsen, und Ausstellungen Themen von Freiheit und Form in der Lausitz.

Dem Inspirationswort »Hereinforderung« folgend, bringt das Lausitz Festival vom 25. August bis 10. September 2023 ein faszinierendes Programm mit Uraufführungen, Premieren und Künstler:innen von Weltformat in eine Gegend, in der der Begriff »Strukturwandel« omnipräsent ist.

Lausitz Festival
Kunstfestival im Herzen Europas
25.08. - 10.09.2023

Wählen Sie 3 Veranstaltungen und erhalten Sie 30% Rabatt auf Ihr 3er Kombiticket.

 
 
 
 
Medienseite Lausitz Festival
 
 
 
 
 
 
 
 
 
DMZ - Die letzte Grenze des Kalten Krieges
 
 
 
 
Südkoreanische Soldaten patrouillieren innerhalb der DMZ. Im Hintergrund ein südkoreanischer Wachposten. Foto: Park Jongwoo
 
 
 
 

Das AlliiertenMuseum, das sich schon seit 25 Jahren der Geschichte des Kalten Krieges und der Verdienste der Alliierten für Berlin und Deutschland widmet, nimmt mit der Ausstellung "DMZ - Die letzte Grenze des Kalten Krieges" einen weltpolitischen Konflikt in den Blick und verdeutlicht in der Gegenüberstellung der Fotografien Park Jongwoos und historischen Aufnahmen der ehemaligen innerdeutschen Grenze eine tragische Aktualität.

Am 27. Juli 2023 jährte sich die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjeom zum 70. Mal. Das Abkommen setzte dem Koreakrieg, der von 1950 bis 1953 dauerte, ein Ende. Bis dahin lieferten sich die Demokratische Volksrepublik Korea und das im Verlauf des Konfliktes eingreifende China auf der einen sowie die Republik Korea und die von den Vereinigten Staaten angeführten Truppen der Vereinten Nationen auf der anderen Seite, erbitterte Kämpfe. Dem Koreakrieg fielen ca. vier Millionen Menschen zum Opfer.

Der südkoreanische Reportagefotograf Park Jongwoo (*1958) wurde in den Jahren 2009 und 2010 vom südkoreanischen Verteidigungsministerium eingeladen, die in der Demilitarisierten Zone (DMZ) stationierten Soldaten zu begleiten. Er ist damit der erste Zivilist überhaupt, der die Möglichkeit erhielt, den militärischen Alltag, aber auch Landschaft und Natur fotografisch und filmisch zu dokumentieren. Dabei entstanden spannende, detailreiche und vielfältige Aufnahmen.

Während Deutschland seine Wiedervereinigung 1990 vollzogen hat, trennt ein Eiserner Vorhang aus Minen und Stacheldraht weiterhin die Demokratische Volksrepublik Korea und die Republik Korea.

DMZ - Die letzte Grenze des Kalten Krieges
Noch bis 31.03.2024
AlliiertenMuseum, Clayallee 135, 14195 Berlin
Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

 
 
 
 
Medienseite AlliiertenMuseum
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pedro Barateiro
 
 
 
 
Pedro Bareteiro, Monologue for a Monster (Still) / 2021. Courtesy the artist
 
 
 
 

Mit gleich zwei Ausstellungsprojekten präsentiert sich die Kunsthalle Münster im Sommer 2023.

Crying in Public ist die erste Einzelausstellung des portugiesischen Künstlers Pedro Barateiro in einer deutschen Institution. Das vielfältige Schaffen Barateiros ist nicht an ein Medium gebunden. In seinen Werken – darunter Skulpturen, Zeichnungen, Filme, Texte und Performances – setzt er sich mit der Informationsdichte in der Welt auseinander und der Komplexität, mit dieser Datenfülle umzugehen. Seine Werke befragen die Mechanismen und Strukturen post-kapitalistischer Gesellschaften, zentral ist dabei die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Sprache, Bildern und Technologien. Barateiro nutzt die Poesie als Werkzeug zur Dekolonisation unserer Körper und Köpfe. Auf vielfältige Art adressiert er in seinen Werken eine Entfremdung der Gesellschaft wie auch des Individuums. Sein künstlerisches Schaffen ist geprägt von einer melancholischen Sehnsucht nach einem vollkommenen Ort.

Pedro Barateiro: Crying in Public
Noch bis 01.10.2023
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, 48155 Münster

***

Den Auftakt einer programmatischen Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum bzw. Fragen von Kunst und Öffentlichkeit der Kunsthalle Münster in der Stadthausgalerie bildet die Ausstellung Off the Pedestals, in der Werke von Iván Argote, Zauri Matikashvili, Joiri Minaya und Leila Orth zu sehen sein werden. Zudem werden mit Eduardo Chillidas Werk Toleranz durch Dialog (1992), das sich vor den Türen der Stadthausgalerie auf dem Platz des Westfälischen Friedens befindet, und Jenny Holzers Bänken (1987), gelegen im südlichen Schlossgarten, zwei Kunstwerke im öffentlichen Raum in die Ausstellung und ihre Fragestellungen einbezogen. Off the Pedestals greift aktuelle politische wie gesellschaftliche Auseinandersetzungen mit Krieger- und Kolonialdenkmälern auf, indem besonders damit einhergehenden Fragen nach Identitätspolitiken und Erinnerungspraxen im öffentlichen Raum aufgeworfen und zur Diskussion gestellt werden.

Off the Pedestals
Iván Argote, Eduardo Chillida, Jenny Holzer, Zauri Matikashvili, Joiri Minaya, Leila Orth
Noch bis 20.8.2023

Stadthausgalerie Münster, Platz des Westfälischen Friedens, 48143 Münster

 
 
 
 
Medienseite Kunsthalle Münster
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schlösser. Preußen. Kolonial.
 
 
 
 
Paul Carl Leygebe, Das Tabakskollegium König Friedrichs I. in Preußen (1657–1713) in der Drap d’or-Kammer des Berliner Schlosses, um 1710 © SPSG / Gerhard Murza
 
 
 
 

Mit der Sonderausstellung „Schlösser. Preußen. Kolonial. Biografien und Sammlungen im Fokus“ nimmt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die koloniale Vergangenheit ihrer Sammlungsbestände in den Blick.

Anhand von Biografien und Objekten werden in der Ausstellung "Schlösser. Preußen. Kolonial." Spuren kolonialer Kontinuitäten, die vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen, aufgezeigt und eingeordnet. Im Zentrum stehen die Strategien und Praktiken des Hofs und der Monarchie, die die bisher wenig beachtete Komplexität der kolonialen Geschichte Brandenburgs und Preußens offenbaren. Die Ausstellung wird im Rahmen des SPSG-Themenjahres „Churfürst – Kaiser – Kolonien“ gezeigt.

Die in den preußischen Schlössern und Gärten ausgestellten Objekte und dargestellten Menschen wurden bisher meist losgelöst von der deutschen Kolonialgeschichte präsentiert bzw. betrachtet. Dabei reicht die koloniale Geschichte Brandenburgs und Preußens bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die Sammlungen des brandenburgisch-preußischen Hofes umfassten Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus Asien, Afrika und Südamerika, die über koloniale Verbindungen ihren Weg in die Kunstkammern fanden und das Weltbild des jeweiligen Monarchen repräsentierten.

Die inhaltliche Konzeption der Ausstellung beruht auf einem Austausch der Kurator:innen mit externen Initiativen und Projektgruppen aus der Zivilgesellschaft.

Als Kontrapunkt zu den historischen Objekten werden Interventionen zeitgenössischer Künstler:innen gezeigt. So wird etwa der Künstler Nando Nkrumah mit ghanaisch-deutschen Wurzeln am Reiterstandbild des Kurfürsten Friedrich Wilhelm im Ehrenhof des Schlosses Charlottenburg die Installation „This is not only hi(s) story. This is OUR STORY“ zeigen.

Schlösser. Preußen. Kolonial.
Biografien und Sammlungen im Fokus

Noch bis 31.10.2023
Schloss Charlottenburg – Neuer Flügel
Spandauer Damm 10-22, 14059 Berlin

 
 
 
 
Medienseite SPSG
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tauba Auerbach: TIDE
 
 
 
 
Tauba Auerbach: Extended Object, 2020 © Tauba Auerbach, Lance Brewer (Foto / Photo) Courtesy STANDARD (OSLO)
 
 
 
 

Unter dem Titel TIDE präsentiert das Fridericianum die erste Einzelausstellung von Tauba Auerbach in Deutschland. Anhand von mehr als hundert, teilweise eigens für Kassel produzierten Werken, bietet die Schau die Möglichkeit, die Gedanken, Fragestellungen und Zielsetzungen sowie die daraus erwachsene Praxis der künstlerischen Position in großem Umfang kennenzulernen.

Tauba Auerbach, geboren 1981 in San Francisco und in New York lebend, spürt den sichtbaren und unsichtbaren Verbindungen, Strukturen und Rhythmen nach, die unser Universum prägen. Hierzu setzt sich die künstlerische Position mit verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Mathematik, Physik, Anatomie, Linguistik und Philosophie auseinander, deren Regeln und Vorgehensweisen sie nicht selten in einer unkonventionellen, eigensinnigen Weise für sich in Anspruch nimmt. Ihre Werke sind einerseits von einer innovativen, zum Teil ungewohnten Ästhetik und Formensprache, andererseits von einer bemerkenswerten Vielfalt geprägt. So haben etwa das stete Experimentieren, die bewusste Betonung handwerklicher Techniken wie das Marmorieren oder die Glasgießerei, die Nutzung von maßgefertigten Werkzeugen, die serielle Produktion sowie das Wechselspiel zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit einen nicht unwesentlichen Anteil an ihnen. Dies begründet auch Auerbachs souveräne Stellung im zeitgenössischen Kunstdiskurs.

Tauba Auerbach: TIDE
Noch bis 14.01.2024
Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

 
 
 
 
Medienseite Tauba Auerbach
 
 
 
 
 
 
 
 
 
VOICE:over – STIMME ERLEBEN
 
 
 
 
STIMME ERLEBEN - Ioana Vreme Moser: Detail "Mineral Amnesia"
 
 
 
 

Mit spartenübergreifenden Ausstellungsprojekten, Performances, einer Operninstallation und einem vielfältigen Diskursprogramm präsentiert die Programmreihe VOICE:over in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten mannigfaltige Phänomene der Stimme.

Die Ausstellung STIMME ERLEBEN präsentiert fünf herausragende Positionen der Klangkunst, die sich vom Ursprung der humanen Lauterzeugung bis hin zu ihrem langsamen technischen Verstummen mit dem Phänomen der Stimme auseinandersetzen. Die menschliche Stimme ist schwer zu fassen. Anders als Auge oder Ohr stellt sie kein einheitliches Organ dar und befindet sich immer zugleich innerhalb und außerhalb des Körpers, ist immateriell, aber als Schwingung physisch erfahrbar und vor allem unmittelbar erlebbar. In der Installationskunst mit Klang als Material ist das Phänomen Stimme zwischen Instrument, Raumqualität, Recherche und künstlerischer Kreativität seit langem ein Thema.

Künstler*innen: Carlfriedrich Claus (Realisation 2023: Vito Willems) / Valie Export / Ioana Vreme Moser / Jan-Peter E.R. Sonntag / Martin Riches

STIMME ERLEBEN. Apparaturen – Maschinen – Aggregate
Kuratiert von Carsten Seiffarth und Veronika Witte
Noch bis 19.08.2023, Öffnungszeiten: Di–Sa 12–19 Uhr
Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten
Turmstraße 75, 10551 Berlin, Eintritt frei

 
 
 
 
Medienseite STIMME ERLEBEN
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Literatur aus den Niederlanden und Flandern
 
 
 
 
Motto „Alles außer flach!“ Niederlande & Flandern: Gastland der Leipziger Buchmesse 2024, Foto: Gert Mothes
 
 
 
 

Unter dem Motto „Alles außer flach!“ werden die Niederlande und Flandern 2024 gemeinsam Gastland der Leipziger Buchmesse.

Im August zieht der Literatursommer auch im hohen Norden ein: Auf Inseln, in Dörfern und Städten bis hin nach Dänemark sind Autor:innen aus den Niederlanden zu erleben. Den Auftakt beim Literatursommer Schleswig-Holstein macht Marente de Moor. Die Nordseeküste ist ein Schauplatz des zweiten Krimis von Mathijs Deen und auch bei Nina Polak spielen Meere und Boote eine zentrale Rolle. Im Segelcamp an der Kiellinie wird ein buntes Familienfest rund um die „Seesucht“ von Marlies van der Wel gefeiert und um Sehnsucht und Reisen in die Vergangenheit geht es bei Lisa Weeda.

„Nah am Wasser geschrieben“ ist auch der Titel einer zentralen Veranstaltung beim Literarischen Sommer NRW, die neue Bücher aus den Niederlanden und Flandern von Peter Terrin und Nina Polak vorstellt. Gerade eine Woche alt ist deutsche Ausgabe des Romans, den Jaap Robben im Gepäck hat, und Spannung verspricht Anne Eekhout mit ihrem Buch über die Autorin, die einst Frankensteins Monster erschuf.

„Alles ist sicher. Really?“ ist die zentrale Frage einer sommerlichen Begegnung mit Anneleen Van Offel, Simone Atangana Bekono und Valentijn Hoogenkamp an den Ufern des Wannsees im Literarischen Colloquium Berlin.

Zudem feiert der Bücherpodcast Kopje koffie ein kleines Jubiläum: Am 1. August geht Folge #20 mit Anneleen Van Offel und ihrem Roman „Hier ist alles sicher“ an den Start.

 
 
 
 
Medienseite Literatur aus den Niederlanden und Flandern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Weitere Kulturnachrichten
 
 
 
 

Die Stiftung Exilmuseum Berlin teilt mit, dass der Initiator des Projekts, Bernd Schultz, aus Altersgründen Ende Juni aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Zeitgleich verlässt auch Ruth Ur den Vorstand. Als neue Vorstandsmitglieder werden Prof. Dr. Kader Konuk und Heike Catherina Mertens berufen. Nach dem unerwarteten Tod des Gründungsdirektors Prof. Dr. Christoph Stölzl wird Kuratorin Cornelia Vossen mit der Künstlerischen Leitung betraut.

Ab sofort macht zudem ein neuer, sechs Meter hoher Informationsturm auf der Freifläche neben der Portalruine auf das Vorhaben Exilmuseum am Anhalter Bahnhof aufmerksam. Darauf werden die Pläne für die künftige Architektur und die Initiative der Stiftung Exilmuseum vorgestellt. So soll dauerhaft über das Projekt informiert, Bürgerbeteiligung ermöglicht und für weitere Unterstützung geworben werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Künstlerin Anna Schapiro zeigt seit Ende Juli im heutigen Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt eine künstlerische Arbeit, die sich mit dem historischen Erbe des Raums auseinandersetzt. Vormals war dieser der Kassensaal der Preußischen Seehandlung. Im Rahmen von »40 Jahre – Stiftung Preußische Seehandlung« wird dann der zweite Ausstellungsteil Ende September eröffnet.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Landschaftsmalerei hat in den Niederlanden ihren Ursprung. Der Realismus der Alten Meister des 17. Jahrhunderts blieb der Maßstab. Mit der in Frankreich entwickelten Malerei unter freiem Himmel erhielten die niederländischen Maler des 19. Jahrhunderts neue Impulse. Die Ausstellung „Wolken und Licht. Impressionismus in Holland“ im Museum Barberini zeigt noch bis 22. Oktober 2023, wie sich Künstlerinnen und Künstler durch die französischen Einflüsse zu einer ganz eigenen, holländischen Form des Impressionismus inspirieren ließen. 

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstr. 5–6
14467 Potsdam

 
 
 
 
 
 
 
 
 

In der Ausstellung WERK STATT SAMMLUNG zeigt DAS MINSK noch bis 20. August eine Auswahl von Werken der Sammlung Hasso Plattner aus der Zeit nach 1945 und lädt zugleich den Künstler Wilhelm Klotzek (geb. 1980, Ost-Berlin) ein, punktuell mit seinen eigenen Kunstwerken mit den Arbeiten zu interagieren.

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam
Max­ Planck­ Straße 17
14473 Potsdam

 
 
 
 
 
 
 
 

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ARTEFAKT Kulturkonzepte, Marienburger Str. 16, 10405 Berlin

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