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| | | | | Das TOI TOI TOIfelchen erzählt 3 Fragen an das Ensemble von "Ach Heinrich! Von Kleist reloaded (15+)" "2 für 1" am 18.04. mit "Der Brettheim-Prozess" Unsere Extras und Gastspiele im April | | | | | | |
| | | Liebes Publikum, im April erzählt das TOI TOI TOIfelchen von seinem Besuch in den Zollbergwerkstätten: "In unserer neuesten Premiere, "Der Brettheim-Prozess", stehen zwei wunderschöne Bäume auf der Bühne und ich bin in die Werkstätten gegangen und habe den Kolleginnen und Kollegen ein wenig über die Schulter geguckt: Besonders unsere Kascheurin, Frau Kreuselberg, konnte bei der Herstellung der Bäume ihr Können unter Beweis stellen. Unter der vermeintlichen Rinde verbirgt sich nämlich nicht nur Holz, sondern auch Stahl. Ebenso wie in den Ästen, die durch Drähte gehalten werden. Denn da wir eine Landesbühne sind und auch an anderen Orten als in Esslingen spielen, müssen die Bäume komplett auseinanderzunehmen sein, um in unserem LKW zu passen. Also haben sie von unseren Schreinern und Schlosser eine stabile Unterkonstruktion bekommen. Die Lindenblätter sind aus Textil und wurden von unseren Malerinnen farblich nachgearbeitet. Die Rinde stellte die größte Herausforderung dar. Frau Kreuselberg hat erst mit Styropor eine Grundfläche erarbeitet und diese dann mit Lappenstücken aus Latex, Seide, Leim und Kreide kaschiert. Dann wurde sie an die Stahl- und Holzkonstruktion geklebt und das Ergebnis können Sie bei den Vorstellungen auf der großen Bühne bewundern." Außerdem stellen wir in diesem Newsletter dem Ensemble von „Ach Heinrich! – Von Kleist reloaded (15+)“ drei spannende Fragen und gewähren besondere Einblicke in die Probenarbeit. Mit unserer Aktion „2 für 1“ laden wir Sie am 18.04. ein, gemeinsam mit einer Begleitperson die eindrucksvolle Vorstellung „Der Brettheim-Prozess“ zu erleben. Und am 19.04. kehrt der beliebte Theatersport wieder zu uns zurück – ein Abend voller Improvisation, Spielfreude und Überraschungen erwartet Sie. Außerdem gibt es neue Termine für unsere beliebten musikalischen Produktionen "Der geschenkte Gaul" und "Die Blues Brothers - Ein Roadtrip through the Länd". Sichern Sie sich Ihr Ticket schon heute! Wir freuen uns auf Sie! Ihr Team der WLB Esslingen | | | | | | |
| | | | | | Das TOI TOI TOIfelchen | | | | | | |
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| | | | | | Unsere Lindenbäume im Bühnenlicht | | | | | | |
| | | | | Der Brettheim-Prozess Fr., 10.04., 19:30 Uhr Schauspielhaus | | | | | | |
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| 3 Fragen an das Ensemble von ACH HEINRICH! VON KLEIST RELOADED (15+) | | | |
| | | | | Heinrich von Kleist ist überraschend aktuell – auch jenseits der Pflichtaufgabe "Sternchenthema im Abitur". Und genau darüber sprechen die drei Schauspieler*innen unseres Ensembles in einem kurzweiligen Live‑Interview. Warum eignen sich Kleists Stoffe besonders gut für Jugendliche? Was macht einen gemeinsamen Theaterbesuch von Eltern und Teenagern spannend? Und wie verändert sich Kleist, wenn man ihn aus verschiedenen Perspektiven betrachtet? | | | | | | |
| | | | | | Aus der Inszenierung "Ach Heinrich! Von Kleist Reloaded (15+)" | | | | | | |
| | | | | 1. Ihr erzählt Kleists Werk in ganz unterschiedlichen Variationen (als Instagram-Video, mit Playmobil-Figuren, als Song). Welche Form hat Euch besonders herausgefordert und welche hat am meisten Spaß gemacht? Michaela: Am herausforderndsten war für mich, die Erzählung des Zerbrochnen Krugs mittels der „Verbrechensaufklärung“. Der schnelle Switch zwischen den verschiedenen Kleist-Figuren und der Moderatorin-Ebene war bei dem rasanten Tempo, gar nicht so leicht. Da hat es uns schon ziemlich oft beim Proben aus der Bahn geworfen. Aber gleichzeitig machen solche Herausforderungen, wenns dann wirklich Klipp-Klapp geht und läuft, unglaublich Spaß und bieten ne tolle Möglichkeit, mit den KollegInnen im Spiel gemeinsam Momente neu voneinander abzunehmen. Besonders gerne mochte ich die Arbeit mit Magdalena Wurm, die die Choreografie für unseren Rap erarbeitet hat. Ich tanze unglaublich gerne und als es dann hieß, wir holen jemanden, damit es auch wirklich toll aussieht, war ich ziemlich happy. Nicky: Die Songs waren für mich eine besondere Herausforderung, weil sie extra für uns geschrieben wurden und es keine Partituren dazu gab. Obwohl wir ja in erster Linie Schauspielerinnen und keine Sängerinnen sind, hat mir das Singen total Spaß gemacht – ich merke, dass es mir einfach guttut. Es war uns wichtig, eine Form zu finden, die für verschiedene Altersgruppen funktioniert. Also mussten wir ständig abwägen: Was ist zu viel? Was ist zu wenig? Wo sollten wir stärker reingehen und wo lieber nicht? Am meisten gefreut hat mich aber etwas anderes: In der ersten Fassung, die wir bekommen haben, gab es etwa eine bis anderthalb Seiten Text rund um die Figur Trump – ein kompletter Auftritt, der vor allem aus inhaltlosem Gerede bestehen sollte. Nach einer Probe habe ich deshalb meine Meinung geäußert und gesagt, dass ich es schwierig finde, das so stehen zu lassen. Draufhin wurde dieser Teil überarbeitet und schließlich gestrichen. Heute, wenn ich auf der Bühne stehe und diesen Moment unterbreche und sage: „Nein, das können wir so nicht machen“, spüre ich auch im Publikum eine Reaktion. Anfangs wird gelacht – und dann merken viele: Stimmt, das ist kein Witz. Gerade weil es bei Kleist auch um Themen wie Krieg und das Werden junger Soldaten geht, fühlt es sich für mich richtig an, diese Auseinandersetzung in unser Stück mitzunehmen. Und genau das hat mir an dieser Stelle wirklich Spaß gemacht. Julian: Obwohl oder gerade weil wir noch verhältnismäßig nah am Alter des Zielpublikums dran sind, war es natürlich der Anspruch nicht anbiedernd rüber zukommen. Gerade so etwas wie Rapeinlagen oder ein Kleiststück als TikTok Version, wie wir es im Stück haben, kann da schnell Panne wirken. Aber ich finde wir haben einen guten Weg gefunden, damit umzugehen und vieles auch augenzwinkernd zu sehen. Mein persönliches Highlight war Amphitryon als Playmobilversion zu performen, denn diese verrückte Form passt perfekt zur Absurdität der Geschichte. Besonders Spaß bereitet haben mir aber auch die etwas ernsteren und tragischeren Werke wie Penthesilea oder Familie Schroffenstein, da die Spielform hier auch eine Abwechslung bietet, wenn man, wie es im jungen Theater häufig vorkommt oft Märchenfiguren spielt und im Gegensatz hier nochmal ganz andere Facetten zeigen kann. | | | | | | |
| | Aus der Inszenierung "Ach Heinrich! Von Kleist Reloaded (15+) | | | |
| | | | | 2. Was glaubst Du: Warum lohnt es sich gerade heute, sich mit Kleist zu beschäftigen? Michaela:Kleist heute zu Lesen und sich mit seinen Werken auseinander zu setzten, finde ich lohnenswert, weil seine Themen ziemlich heutig sind. Identitätskriese, Krieg, Machtmissbrauch und die #MeToo-Bewegung, findenzum Beispiel in seinen Werken Platz. Er schafft es mit seinen Figuren und seiner tollen Sprache aufzuzeigen, wie der pure Mensch ist. Und hat für seine Zeit oft Themen behandelt, die damals nicht so gern gelesen waren. Vor allem spielen die Frauen in seinen Werken oft größere Rollen als man es von der damaligen Zeit der Klassik und Romantik vielleicht gewohnt ist. Sie dienen nicht als Opfer der Männer. Er gibt ihnen eine Stimme, lässt sie aufstehen, für sich selbst sprechen und einstehen. Und sie werden gehört. Vielleicht noch nicht damals, aber heute. Nicky: Weil er einfach, genau wie Schiller und Goethe, einer der der größten deutschen Dichter ist. Ich finde, man sollte ihn grundsätzlich auf dem Schirm haben. Gleichzeitig unterscheidet er sich von anderen Dichtern seiner Zeit, weil er eine Sprache gefunden hat, die eigentlich viel, viel nahbarer ist als das, was man sonst von Autoren und Autorinnen aus dieser Zeit kennt. Kleist ist oft einfacher zu verstehen und emotional besser nachzuvollziehen als andere Dichter oder Dramatiker dieser Epoche. Trotzdem fängt er den Zeitgeist ein, obwohl er für seine Zeit eben ungewöhnlich radikale Ansichten hatte, die eigentlich kaum vertretbar waren. In gewisser Weise war Kleist für mich der „Punk“ seiner Zeit und hat sich auch mit Leuten angelegt, bei denen andere sich das niemals getraut hätten. Julian: Kleist ist ein Kind des Krieges und des Pflichtgefühls. Gar nicht unaktuell wenn man sich die heutige politische Weltsituation ansieht und wenn Dinge wie Wehrpflicht plötzlich wieder im Fokus stehen. Außerdem gibt unsere Inszenierung auch viel der Gefühlswelt von Kleist wider. Diese war von Selbstzweifeln und ziemlich vielen existenziellen Lebensfragen geprägt. Ich denke, all das sind Themen, die gerade auch die Zielgruppe heute mehr denn je selbst beschäftigen. | | | | | | |
| | Aus der Inszenierung "Ach Heinrich! Von Kleist Reloaded (15+) | | | |
| | | | | 3. Wenn Du Kleist eine Frage stellen könntest, welche wäre das? Nicky: Wenn du dir die heutige politische Lage auf der ganzen Welt anschaust, Was wäre das erste Thema, das du wirklich verarbeiten wollen würdest und wie würdest du es verpacken? Julian: Interessant wäre es zu wissen, wie Heinrich von Kleist auf die heutige Zeit reagieren würde. Welche Themen wären ihm wichtig, wie würden seine Werke aussehen? Was würde ihn aktuell reizen, über das er schreiben könnte? Michaela: Heinrich: Team Ketchup oder Mayo? | | | | | | |
| | | | | Ach Heinrich! Von Kleist Reloaded (15+) Sa., 11.04.26, 20:00 Uhr Podium I | | | | | | |
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| | | | | | Aus der Inszenierung "Der Brettheim-Prozess", Fotograf: Patrick Pfeiffer | | | | | | |
| | | | | 2 für 1: "Der Brettheim-Prozess" am 18. April | | | | | | |
| | | | | Wen möchten Sie gern ins Theater nehmen? Für die Vorstellung von "Der Brettheim-Prozess" am Sa., den 18. April, können Sie zu einer regulären Eintrittskarte ien Freikarte dazubuchen. Überraschen Sie einen lieben Menschen mit einem unvergesslichen Theaterabend - sei es ein Freund, ein Familienmitglied, ein netter Nachbar oder eine geschätzte Kollegin. >mehr Infos zum Stück Hier geht es zu unserem Trailer. Die Freikarte ist online über den Ticketshop oder direkt an der Theaterkasse erhältlich. | | | | | | |
| | | | | 2 für 1 "Der Brettheim-Prozess" Samstag, 18.04., 19:30 Uhr Schauspielhaus | | | | | | |
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| Es gibt wieder Vorstellungstermine für unsere musikalischen Produktionen "Der geschenkte Gaul": So., 19.07.26, 18:00 Uhr Fr., 13.11.26, 19:30 Uhr | | | |
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| und "Die Blues Brothers - Ein Roadtrip through the Länd": Sa., 31.10.26, 19:30 Uhr So., 06.12.26, 18:00 Uhr | | | |
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| | | | | Wir sind in den Osterferien: 30.03. - 06.04.26 Die Theaterkasse ist in diesem Zeitraum nicht besetzt. Tickets sind ohnline jederzeit buchbar unter: www.wlb-esslingen.de | | | | | | |
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| Unsere Extras und Gastspiele im April | | | |
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| | | Sie haben Fragen und Anregungen zu diesem Newsletter? Schreiben Sie uns gerne an: pressestelle@wlb-esslingen.de Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich für den Newsletter der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB) angemeldet haben. Klicken Sie hier um sich abzumelden. | | | | Württembergische Landesbühne Esslingen, Ritterstr. 11, 73728 Esslingen | | powered by kulturkurier | | | | |